Wer wir sind


Der Verein

Der Schlaglicht e.V. ist ein neu gegründeter Verein für emanzipatorische Bildung und Medienpädagogik.

Ausgehend von jahrelanger Tätigkeit im Bereich der politischen Jugendbildung entstand bei den Beteiligten die Idee zur Gründung eines eigenen Trägers. Hiermit soll die gemeinsame Tätigkeit organisatorisch auf eigene Beine gestellt werden, so dass eine langfristige und auch nachhaltige Zusammenarbeit der Beteiligten zum Thema gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gewährleistet werden kann.

In der bereits bestehenden und engen Kooperation des Teams ergänzen sich die verschiedenen Erfahrungen, Ausbildungen, Tätigkeitsfelder und Themenschwerpunkte der einzelnen Bildner_innen besonders gut, um sich dem herausfordernden und gesellschaftlich relevanten Thema zu widmen. Das Team bringt fundierte Kenntnisse und Erfahrungen aus der Rechtsextremismusprävention, der Erlebnis-, Gedenkstätten- und Medienpädagogik mit, sowie jahrelange Praxiserfahrungen aus der Durchführung von Seminaren im Bereich der außerschulischen, politischen Bildungsarbeit. Außerdem fließen sonderpädagogische Erkenntnisse und die Nutzung von Leichter Sprache ein, sowohl bei der praktischen Umsetzung als auch bei der stetigen Weiterentwicklung der Konzepte.

 

Politische Bildung mit Grundschüler_innen

Politische Bildungsarbeit und Präventionsarbeit sind im Grundschulalter unterrepräsentiert, aber von großer Wichtigkeit. Mit steigendem Alter werden für Schüler_innen der fünften und sechsten Klassen gesellschaftliche Debatten immer interessanter. Sie bringen viel Motivation und Offenheit mit, sich auch mit schwierigen Themen auseinander zu setzen.

Der Schlaglicht e.V. arbeitet mit unterschiedlichen Projekten daran, Prävention gegen rechte Ideologien auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse für Grundschüler_innen umzusetzen und dabei einen hohen Anteil an Mitbestimmung durch die Schüler_innen zu ermöglichen. Dabei geht es nicht darum, mit den Schüler_innen rechte Symbole oder ähnliches zu dechiffrieren. Unter rechten Ideologien verstehen wir die Abwertung von Menschen oder Menschengruppen.

Wir wollen einer immer stärkeren gesellschaftlichen Polarisierung entgegen wirken. Die immer komplexer werdende, stark medial geprägte Gesellschaft, eine zunehmende Meinungsvielfalt im Internet und die Auseinandersetzung um eine vermeintliche „Lügenpresse“ sowie in ihrer Gewaltförmigkeit massiv zunehmende Kommentierung machen es für Kinder immer schwerer, Themen nachzuvollziehen und ihre eigene Meinung hierin wieder zu finden, geschweige denn, diese zu artikulieren.

In den Projekten des Schlaglicht e.V. bekommen sie Raum, sich gegenseitig zu stärken und empathische Zugänge zu gesellschaftlichen Fragestellungen zu entwickeln. Die Projekte sollen empowern, aber zugleich Verantwortlichkeit vermitteln, der sich keine_r entziehen sollte. Kinder werden diskriminiert, sie diskriminieren aber auch. Was das für den Alltag der Kinder heißt, sollen sie gemeinsam selbst herausfinden.

 

Medienpädagogik

Auch in Zeiten des Web 2.0 sind Kinder nur vermeintliche digital natives – gerade eine kritische Medienwahrnehmung ist nicht verbreitet. Ein wesentlicher Bestandteil der Bildungsarbeit des Schlaglicht e.V. ist die Produktion eigener Filme. Die Schüler_innen verarbeiten darin eigenständig die für sie jeweils wichtigen Aspekte der bearbeiteten Themen. Die eigene Herstellung von Medienprodukten soll dabei auch vermitteln, dass dies nicht ad hoc ohne Recherche und Vorbereitung geschehen kann und es einer thematischen Auseinandersetzung bedarf. So soll der kritische Blick der Schüler_innen auf von ihnen konsumierte Medienformate geschärft werden.

 

Pädagogische Prinzipien

Der Arbeit des Schlaglicht e.V. liegen die folgenden Prinzipien zu Grunde:

Wertschätzung – Die Kinder werden in ihren Erfahrungen, Wünschen, Ängsten Bedürfnissen und Sichtweisen ernst genommen. Meinungsunterschiede werden verhandelt, ohne die Kinder zu überwältigen oder zu beschämen.
Transparenz – Die Kinder wissen zu jedem Zeitpunkt, was warum geschieht.
Mitbestimmung – Die Kinder sind Akteure, bestimmen mit, sind wirkmächtig, feedbacken. Der Ablauf der Projekte unterliegt innerhalb eines festen Rahmens auch einer kontinuierlichen Aushandlung. Wesentlicher Bestandteil ist die Wahl des Kernthemas des Projekts durch die Kinder.
Prozessorientierung – Die Themen und der Ablauf folgen den Kindern, nicht umgekehrt.
Zugänge – Kognitives, emotionales, handlungs- und erfahrungsbasiertes Lernen wird ermöglicht.